#1 Siberian Husky von charisma1997 16.02.2010 13:29

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Siberian Husky


Gruppe 5: Spitze und Hunde vom Urtyp
Sektion 1: Nordische Schlittenhunde

Geschichte

Die im Norden des ostsibirischen Gebirgslandes lebenden Paläoasiaten waren alle auf die Hilfe von Schlittenhunden angewiesen. Hundegespanne waren das einzige Transportmittel sowohl für die Nomadenstämme, die den großen Rentierherden auf ihrem Weidezug folgten, als auch für die Jäger und Fischer. Es mussten oft hunderte von Kilometern bei großer Kälte zurückgelegt werden. Weder Pferd noch Rentier hätten solche Strecken so schnell und ausdauernd mit vergleichsweise so wenig Futter bewältigen können.
Die in über 3000 Jahren Zucht im östlichen Sibirien hervorgebrachten Eigenschaften waren dahingehend orientiert, dass diese Hunde unter härtesten Bedingungen arbeiten und überleben mussten. Nur gesunde und widerstandsfähige Hunde hatten hier eine Chance. Genügsamkeit, Härte und geringe Schmerzempfindlichkeit, ein leistungsstarkes Herz-Kreislauf-System, ausdauernde Zugarbeit am Schlitten, Disziplin und Arbeitswilligkeit sowie ein ausgeprägtes Sozialverhalten innerhalb des Rudels sind daher einige der rassespezifischen Anlagen eines Siberian Huskys.
Anfang dieses Jahrhunderts lockte das Goldfieber viele nach Alaska. So auch den russischen Pelzhändler William Goosak, der 10 seiner aus Nordost-Sibirien stammenden Huskys mitbrachte. Diese waren kleiner und zierlicher als die dort üblichen großen und schweren Schlittenhunde. 1908 fand in Alaska zum ersten Mal ein organisiertes Schlittenhunderennen statt - das "All Alaskan Sweepstake Race", welches von dem gerade gegründeten Nome Kennel Club gesponsert wurde. Dieses fand fortan als alljährliche Veranstaltung über 10 Jahre bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges statt und wurde zum Grundstein für die heutigen Schlittenhunderennen. Als Goosak 1909 seine sibirischen Hunde zu diesem großen Rennen anmeldete, erntete er nur mitleidiges Lächeln sowie Spott. Beim Rennen aber zeigte es sich, dass seine kleinen Hunde nicht nur mit der Konkurrenz mithalten konnten, sondern sogar den dritten Rang erzielten.
Leonhard Seppala begann als erster mit der systematischen Zucht des Siberian Huskys, wobei er die Rasse etwas vergrößern und im Aussehen einheitlicher gestalten wollte. Dies ist der Grundstock aller heutigen Siberian Huskys.
1930 wurde der erste Standard des Siberian Huskys festgelegt und die Rasse vom American Kennel Club (AKC) anerkannt.
Mitte der fünfziger Jahre kamen die ersten Importe von Siberian Huskys aus den USA nach Mitteleuropa, zuerst in die Schweiz und die Niederlanden, später dann auch nach Deutschland.

Aussehen

Widerristhöhe:
Rüden: 53,5 - 60 cm
Hündinnen: 50,5 - 56 cm

Gewicht:
Rüden: 20,5 - 28 kg
Hündinnen: 15,5 - 23 kg

Das Fell kommt in vielen Farben vor und ist eigentlich optimal an die kalten Regionen angepasst. Es besteht aus zwei Schichten: die feine Unterwolle wärmt durch Bewegungsreibung und das mittellange Deckhaar ist wasserabweisend und hält die Wärme im Körper fest. Die Unterwolle wird ein- bis zweimal im Jahr gewechselt und ist weiß bis schwach gefärbt. Die Färbung des Deckhaars reichen von weiß, über rot und grau bis schwarz. Das uns bekannteste Aussehen ist eine kräftige Farbe am Rücken, meistens grau bis schwarz. Über die Seiten wird die Farbe dann schwächer, bis sie am Bauch und Brust dann weiß ist.
Der Husky ist eine der wenigen Rassen, bei denen die Augen blau, braun oder verschiedenfarbig sein können.

Charakter und Wesen

Der Rassestandard beschreibt den Husky als freundlich, sanftmütig, aufmerksam, kontaktfreundlich und weder aggressiv gegen Menschen noch anderen Hunden.
Von einem erwachsenen Husky darf ein gewisses Maß an Würde und Zurückhaltung erwartet werden.
Als Wach- oder Schutzhund ist er aufgrund seines fehlenden Schutztriebs absolut nicht geeignet.

Er bellt kaum, kann aber umso schöner heulen.
In seiner Heimat wird er nicht verwöhnt, sondern muss sich seit jeher zu einem Großteil selbst um sein Überleben kümmern, was eine ordentliche Portion an Selbständigkeit und Eigenwilligkeit notwendig macht. Diese Eigenschaften machen den Husky auch heute noch zu einem nicht ganz einfach erziehenden Hausgenossen. Dazu kommen seine Rennleidenschaft sowie sein Jagdeifer. Er liebt das Rudelleben und bleibt nur ungern allein. Von klein auf braucht er eine systematische Erziehung mit Konsequenz und Geduld.

Der Husky und unser Klima:

Huskys halten Temperaturunterschiede von fast 80 Grad aus. Man muss sich vor Augen führen, das in Alaska im Winter Temperaturen von -40 Grad herrschen, diese aber im kurzen Sommer durchaus + 35 Grad erreichen können. Natürlich gilt bei extremen Sommertemperaturen das Gleiche wie für alle anderen Hunderassen: So wenig wie möglich Aktivitäten in der Mittags- oder Nachmittagshitze, ein ruhiger schattiger Platz und viel Wasser. Gegen Abend bei abgekühlter Temperatur, wird er dann wieder lebendiger.

Kleine Schattenseiten des Siberian Huskys:

Der Husky ist zwar freundlich und ruhig, aber er ist vorwiegend als Arbeitshund gedacht und man muss sich schon genau überlegen, ob man diese Tiere auslasten kann. Ein gelangweilter oder einsamer Husky dekoriert schon mal gerne die Wohnung nach seinen Wünschen um oder heult seinen Kummer lauthals in die Welt.
Huskys haaren extrem stark und das nicht nur 2x im Jahr, sondern durchgehend.
Huskys graben besonders gern. Das kommt vom Instinkt, eine Kuhle zu graben, um beim Ruhen in der schneebedeckten Tundra warm zu bleiben. Entweder verzichtet man auf einen gepflegten Garten oder stellt dem Husky ein Teil davon zur Verfügung.
Der Husky besitzt eine ausgeprägte Jagdleidenschaft, das ist der Grund dass er immer wieder davonläuft. Aus diesem Grund ist ein sehr guter Zaun um das Grundstück unerlässlich!

#2 RE: Siberian Husky von Muehle 17.02.2010 13:48

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Darf man sich denn auch hier austauschen oder lieber nicht ?

#3 RE: Siberian Husky von charisma1997 17.02.2010 13:56

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Warum nicht?

Praktische "Rasseerfahrungen" sind doch tausendmal besser als nüchterne Rassebeschreibungen.

*meineMeinung*

#4 RE: Siberian Husky von Muehle 17.02.2010 15:02

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Huhu Charisma,

genauso sehe ich es auch ... aber fragen ist immer besser ...

#5 RE: Siberian Husky von Britta 17.02.2010 15:17

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Zitat von Muehle
Darf man sich denn auch hier austauschen oder lieber nicht ?



Ja klar Britta, wenn nicht hier wo dann?

#6 RE: Siberian Husky von Muehle 17.02.2010 17:22

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Gut ... dann schreibe ich Euch doch mal meine Erfahrungen von 5 Huskys auf ... vorher hatten wir Deutsche Schäferhunde ... und gucken wir mal, ob es jemanden interessiert ...

Ach, vorweg ... Charisma, toller Bericht

Meine Ergänzungen wären evtl. ...

EINEN HUSKY BESITZT MAN NICHT NICHT, MAN LEBT MIT IHM !!!

Jeder Befehl vom 2-Beiner wird hinterfragt und ist er in Huskyaugen als Unfug einzustufen ... tja, dann beißt Herrchen sich die Zähne aus ... ein Frauchen wie ich arbeitet mit Tricks ... solch Schneewuffels leiden an einer angeborenen Taubheit und fühlen sich auch nie angesprochen, wenn sie nicht angesprochen werden möchten

Und warum liebe ich diese Rasse so ... die sind mir so ähnlich

Vieles steht ja bereits im Bericht ... klar, Auslastung, aber wenn ein Husky am normalen Menschenalltag auch teilhaben darf, dann eigentlich nicht ganz viel mehr benötigter Auslauf als andere größere Hunderassen ... meine Erfahrung ...eingezäuntes Gartengrundstück usw. sind für mich eigentlich eine Voraussetzung, ansonsten würde ich meine Finger von dieser Rasse lassen ... ich habe auch kein Pferd im Garten ...

Ach ... und diese Vorurteile gegenüber dieser Hunderasse ... herrlich, ich könnte ein ganzes Buch schreiben ... warum sich die Menschheit überhaupt ihr kleines Hirn mit solch Fragen belastet ...

Ist das hier nicht zu warm ? ... Na, kühler als in Mallorca und Zypern ... geht schon ...

Wo ist denn der Schlitten ? ...

Oh, zwei verschiedene Augen ? ... Ja, das Blaue ist blind, daher 1 braunes

Und wenn die Wissbegierigen dann feststellen ... oh, der eine Hund hat ja 2 blaue Augen ... tja, ein Hundeleben kann auch von Schicksalsschlägen gezeichnet sein

#7 RE: Siberian Husky von charisma1997 17.02.2010 21:37

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Zitat
klar, Auslastung, aber wenn ein Husky am normalen Menschenalltag auch teilhaben darf, dann eigentlich nicht ganz viel mehr benötigter Auslauf als andere größere Hunderassen ... meine Erfahrung ...

Zitat


Sehe ich auch so!

Zitat
.eingezäuntes Gartengrundstück usw. sind für mich eigentlich eine Voraussetzung, ansonsten würde ich meine Finger von dieser Rasse lassen ... ich habe auch kein Pferd im Garten ...



Das widerum sehe ich anders. Wenn der Husky ausgelastet ist, kann er sehr gut in der Wohnung leben. Und mit auslasten meine ich nicht laufen, laufen, laufen, sondern auch Kopfarbeit.

Zitat
Ach ... und diese Vorurteile gegenüber dieser Hunderasse ... herrlich, ich könnte ein ganzes Buch schreiben ... warum sich die Menschheit überhaupt ihr kleines Hirn mit solch Fragen belastet ...





Ja, ein Buch wäre klasse.

Lustig ist immer die Frage:Ist das ein Wolf? Die beste Bezeichnung war bis jetzt Schlittenziehhund.

Es ist auch egal welche Augenfarbe der Husky hat, er ist nie reinrassig. Einer meint der Husky muß blaue Augen haben, der nächste sagt er muß ein blaues und ein braunes haben...ich finde das immer urkomisch.

Und nicht zu vergessen: Huskys sind absolut unerziehbar....JA, JA JA *kopfschüttel*

#8 RE: Siberian Husky von Muehle 17.02.2010 23:33

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Zitat von charisma1997

Zitat
... eingezäuntes Gartengrundstück usw. sind für mich eigentlich eine Voraussetzung, ansonsten würde ich meine Finger von dieser Rasse lassen ... ich habe auch kein Pferd im Garten ...



Das widerum sehe ich anders. Wenn der Husky ausgelastet ist, kann er sehr gut in der Wohnung leben. Und mit auslasten meine ich nicht laufen, laufen, laufen, sondern auch Kopfarbeit.




Stimmt

Zitat von charisma1997

Und nicht zu vergessen: Huskys sind absolut unerziehbar....JA, JA JA *kopfschüttel*



Erziehung ist auch eine Definitionsfrage ...

Letzt stand ich vor den geschlossenen Bahnschienen und meine 3 standen auch ganz brav davor ... ich stolz wie Oskar ... kommt eine "ältere Dame" angeradelt und wartet auch ...

" Warum machen Ihre Hunde denn kein "Sitz" ? "

Ich denk, was hat denn diese "Schachtel" verschluckt und quatscht mich an ... " Möchten Sie sich setzen ... bitte ... der Bordstein ist noch frei "

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