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#1 Schütteln im Nackenfell ! von Billee 01.02.2010 09:03

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Noch immer kursiert das Märchen es sei eine gute Erziehungsmethode einen Hund im Nackenfell zu schütten um ihn zu Bestrafen wenn er was angestellt hat.

Einer der schlimmsten Erziehungfehler überhaupt !! Niemals sollte man einen Hund im Nackefell schütteln !

Warum ? In der Hundesprache bedeutet der Biss ins Nackenfell : Ich töte dich ! Niemals wird eine Hundemutter ihren Welpen im Nacken schütteln.

Der Welpe bekommt Angst wenn er im Nacken geschüttelt wird was ja nicht verwunderlich ist bei einer Warnung " ich töte dich". Ein Vertrauensverhälniss kann so also immer wieder zerstört werden.

Einem Kind würde auch keiner eine Pistole an den Kopf setzen weil es ein Glas Saft verschüttet hat, oder?

Hunde und Wölfe rügen Ihre Welpen mit einem Biss in die Schnauze. Der Schnauzengriff ist also eine Bestrafung die unser Welpen verstehen und deuten können.

Umklammern der Schnaue mit einem festen Griff, zusammen mit einem scharf ausgesprochenen Pfui und der Welpe sowie der ausgewachsene Hund verstehen sofort das sie Mist gebaut haben, ohne gleich Angst zu bekommen ihr letztes Stündchen hat geschlagen.

Billee

#2 RE: Schütteln im Nackenfell ! von Britta 01.02.2010 14:33

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Hi zusammen

Ich weiß eh nicht wie man auf den Gedanken kommen kann einen Hund am Nacken zu schütteln. Kann sein das ich das alles eh etwas anderers sehe, aber bei meinen Hund brauche ich überhaubt nicht mit Körperliche Strafe arbeiten. Das kennt sie garnicht, da reicht es den Tonfall zu ändern. Dann weiß sie schon das was nicht so super gelaufen ist! Davon mal ab gesehen, ich kann mich nicht daran erinnern das mein Hund einmal so einen Mist gemacht hat das ich ihn hätte Körperlich bestrafen müssen.

#3 RE: Schütteln im Nackenfell ! von norobell 01.02.2010 15:30

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leider gibt es immer noch hundeschulen wo so etwas gelehrt wird da wird zum teil mit strom und auch teil mit nem schlag in nacken gearbeitet ................

#4 RE: Schütteln im Nackenfell ! von Imkepongo 05.03.2010 08:11

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Zitat von Billee


Hunde und Wölfe rügen Ihre Welpen mit einem Biss in die Schnauze. Der Schnauzengriff ist also eine Bestrafung die unser Welpen verstehen und deuten können.

Umklammern der Schnaue mit einem festen Griff, zusammen mit einem scharf ausgesprochenen Pfui und der Welpe sowie der ausgewachsene Hund verstehen sofort das sie Mist gebaut haben, ohne gleich Angst zu bekommen ihr letztes Stündchen hat geschlagen.

Billee



Leider kursiert auch das Gerücht um den Schnauzengriff genauso hartnäckig.
Auch dieser ist für einen Hund genauso wenig zu verstehen, da kein Hund die Gleichung aufstellen kann:
Mensch= Hund = Mamahund
und Menschenhand= Hundezahn= Mamas Zähne

das ist etwas abstrakt für unsere Hunde
Der Schnauzengriff stellt also ein genauso inadäquates Strafinstrument dar, wie das Nackenschütteln oder zu Boden werfen.

In der modernen Hundeausbildung arbeitet man sinnvoller weise mit Time Outs und trainiert parallel dazu ein gutes Unterlassungskommando, um dieses dann anweden zu können.

#5 RE: Schütteln im Nackenfell ! von norobell 05.03.2010 09:45

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gut jetzt bekomme ich mien fett weg^^

naja ich muss sagen ich sage es öfter und beim 3 mal werde ich etwas laute dann geht das wie nix was ich von ihr will gut da durch das ich ja nun das aus baden musste was andere verboickt haben werde ich dann lieber ein mal laut wenn sie wieder auf stur stellet da reicht ein lauteres kkkkeeeeeeeeeiiiiiiiiiirrrrrrrrrrreeeeeeeeeeeeessssssssss scharf gesprochen und dann ist gut..................


ich weiss lauter werden ist nicht das non plus ultra aber erlich befor ich sonst was mache ist mir das leiber und wenn sie wieder mal völlig abgeht weil sie nen hund nicht mag und sie es mit nem befehl nicht lässt zwicke ich ihr auch mal ins ohr

#6 RE: Schütteln im Nackenfell ! von Muehle 05.03.2010 13:51

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Zitat von Imkepongo
In der modernen Hundeausbildung arbeitet man sinnvoller weise mit Time Outs und trainiert parallel dazu ein gutes Unterlassungskommando, um dieses dann anweden zu können.



Willst Du das nicht mal genauer erklären

#7 RE: Schütteln im Nackenfell ! von Billee 05.03.2010 20:58

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Ja das interessiert mich auch...........

Billee

#8 RE: Schütteln im Nackenfell ! von Imkepongo 06.03.2010 08:27

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Der wichtigste Ansatz ist es immer erstmal das gewünschte Verhalten zu trainieren, damit der arme Hundüberhaupt weiß, wie er sich zu verhalten hat. Die meisten Besitzer denken im "NEIN" Schema- und fragen mich als erstes:
wie lernt er, NICHTS anzukauen?
wie lernt er, NICHT anzuspringen?
wie lernt er, NICHT zu jagen?
wie lernt er, NICHT die anderen Hunde anzubellen?
wie lernt er, NICHT zu ziehen?
Also: erstmal das Denken ändern: welches Verhalten wünsche ich mir und wie trainiere ich es?

Es gibt für mich nicht viele Dinge, die "bestraft" gehören. Das Nagen an Stromkabeln sowie der versuch, den Tisch zu betreten gehören vielleicht noch dazu, sowie bei Welpen das absolute überdrehen und beißen in Hände, Füße und alles was man kriegen kann.
Ein Time Out werdet Ihr von Super Nanny kennen: Stille Treppe.
Dasselbe kann man mit einem hund machen:
Welpen mit dem Wort "Schluß" packen, ins Gästeklo setzen ( Klopapier hochstellen), dort ca. 1min lassen. Keine Diskussionen kein nix.
unterwegs: Leine an einen Zaunpfahl hängen, weggehen, ca. 5m weiter mit dem Rücken zum Hund "beleidigt" stehen bleiben, ca 30 Sek. warten ( geht vor allem beim in die Leine beißen super)
Ist kein zaun oder ähnliches da, hilft es auch , sich so kurz auf die Leine zu stellen, dass der Hund höchstens sitzen könnte, ihn nun 30 Sek. absolut zu ignorieren ( weggucken!!!, nichts sagen!!!)

Ein Unterlassungskommando trainiert man Schritt für Schritt in verschiedenen Situationen, das solltet Ihr aber in der Hundeschule gemacht haben

#9 RE: Schütteln im Nackenfell ! von charisma1997 06.03.2010 09:26

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Ich habe etwas Probleme damit zu glauben, dass der Hund diesen Time out auch wirklich richtig mit seiner "Untat" verknüpft.

#10 RE: Schütteln im Nackenfell ! von Imkepongo 06.03.2010 09:40

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glaub mir, funktioniert,(Besitzer muss sich halt nur auch SCHNELL entscheiden, und SCHNELL agieren) und zerstört vor allem das Verhältnis Hund -Besitzer nicht so stark, wie Schnauzengriff oder andere dubiose Maßnahmen....

#11 RE: Schütteln im Nackenfell ! von Babelgam 29.03.2010 21:58

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Also ich muss ehrlich gestehen, dass ich meinen Hund nur an einer Stelle berührt habe und das auch nur wenn er irgendetwas mit sofortiger Wirkung unterlassen sollte. Und zwar den "Schnauzengriff" gefolgt von dem Befehl "TABU".
Dieses ist wie oben auch schon einmal aufgeführt ein ganz normales Verhalten was dem Hund aus seiner Welpenzeit bekannt ist und ihm zeigt bis hierhin und nicht weiter. Wenn man es richtig einsetzt benötigt man dieses Vorgehen nur sehr sehr selten. Ich habe erst bei meinem jetzigen gemacht und werde erst auch so bei meinem neuen Hund machen.
Sonst gab es nie Berührungen, Schläge oder irgendwelche Bestrafungen körperlicher oder psychischer Gewalt.


Alles andere hat meiner Meinung nach nichts mit Erziehung zu tun und sollte auch tunlichst unterbleiben um einem Hund keinen Schaden zuzufügen. Man bedenke das selbst ein lauter Ton einem Hund wehtut. Wir wissen doch alle das ein Hund bis zu siebenmal lauter hört als ein Mensch und er deswegen auch Befehle von weiter Entfernung aufnehmen kann. Also wozu Laute Befehle aussprechen.

Viele fragen sich jetzt wohl der das wissen will, ganz einfach es gibt einen Bekannten Tier Psychologen der eine Sendung im Fernsehen betreibt. Dessen Hundeschule habe ich aufgesucht und mich dort mal eingehend informiert und an einer Schulung aktiv mit meinem Hund teilgenommen. Man soll sich wundern wie schnell ein Hund lernt, ich selber habe es nicht geglaubt wie schnell der Hund sich auf meine Befehle eingelassen hat obwohl er mit mir erst einige Minuten trainierte.


Wie alle kennen diesen Herrn wahrscheinlich. Er läuft fast täglich auf RTL und habe das Glück das eine seiner Schulen nur 40 Kilometer von mir entfernt zu finden ist. Diese werde ich auch mit meinem neuen Hund auf jeden Fall besuchen.
Nur mal so zur Info, jetzt am Schluss hat mein Hund fast nur noch auf Zeichen reagiert. Natürlich habe ich auch wie ein kleiner Junge andauernd mit ihm gesprochen, wie wir es wohl alle machen und uns der Hund anschaut als wenn er sagen will "Der Spinnt wohl, was will der von mir"

#12 RE: Schütteln im Nackenfell ! von Imkepongo 30.03.2010 16:37

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Zitat
Dieses ist wie oben auch schon einmal aufgeführt ein ganz normales Verhalten was dem Hund aus seiner Welpenzeit bekannt ist und ihm zeigt bis hierhin und nicht weiter.




Falsch. Die Schnauze der Mutter ist mal was anderes als die Hand eines Menschen. So dumm ist einfach kein hund, dass er das verwechselt. Über Tabus setzen muss man nicht streiten, wenn man schnell ist und ein gutes Timing hat, kann man es so machen, aber besser zu verstehen und vor allem besser fürs Vertrauen ist und bleibt ein Time Out.



Zitat
Viele fragen sich jetzt wohl der das wissen will, ganz einfach es gibt einen Bekannten Tier Psychologen der eine Sendung im Fernsehen betreibt. Dessen Hundeschule habe ich aufgesucht und mich dort mal eingehend informiert und an einer Schulung aktiv mit meinem Hund teilgenommen. Man soll sich wundern wie schnell ein Hund lernt, ich selber habe es nicht geglaubt wie schnell der Hund sich auf meine Befehle eingelassen hat obwohl er mit mir erst einige Minuten trainierte.

Wie alle kennen diesen Herrn wahrscheinlich.




Tierpsychologen sind wir alle hier, sowie Hundeverhaltenstherapeuten, Kynopädagogen etc -.... wer ist denn der gute Herr?

#13 RE: Schütteln im Nackenfell ! von norobell 30.03.2010 16:58

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denke mal martin rütter (wenn ich das auschreiben darf wenn icht mitte kürzen)

hm das buch ist ja ganz interessand aber denke keiner kann die sagen wie dein hund tickt denn der eigene hudn ist der bsete lehrer da kann einem kein guru ne grabraus anweisung geben

#14 RE: Schütteln im Nackenfell ! von Babelgam 30.03.2010 21:06

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genau, Martin Rütter.

Nur eine Frage habe ich dazu mal.
Wenn das was ich geschrieben habe falsch ist, warum lässt sich das dann ohne probleme mit Erfolg in die Tat umsetzen??
Ich habe mir das ja nicht aus den Fingern gesogen, sondern selbst traniert.

Ach eins würde mich noch brennend interessieren, da ihr ja alle Tierpsychologen, Hundeverhaltenstherapeuten und Kynopädagogen seit könnt ihr mir bitte erklären wie ihr zu diesem Thema steht, oder was ihr davon haltet:

Situation: Der Hund liegt im Flur auf dem Boden und ich komme ihm entgegen, um ihn nicht zu treten mache ich einen Schritt über ihn hinüber und gehe weiter.

Frage: Wie gewöhne ich dem Hund an das er beiseite geht und nicht eifach liegenbleibt?
Folgendes habe ich mal gehört, man sollte ihm einen Stoß geben damit er merkt das er beiseite gehen muß wenn ich komme.

#15 RE: Schütteln im Nackenfell ! von Imkepongo 31.03.2010 08:33

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Ich denke, Du möchstest nicht mit Zwang und Gewalt arbeiten? warum dann dem Hund einen "Stoß" geben?
Ich bin erstaunt, was für den Otto Normal Mensch anscheinend noch so unter otto Normal Umgang fällt.... und auch unter "positive verstärkung"...

warum soll denn Dein Hund aufstehen?
Ich wäre eigentlich froh, wenn mein Hund mal etwas cooler auch beim Hin- und herlaufen von Menschen liegenbleiben würde?
Glaubst Du etwa noch an Rudelkram ?
Dann empfehle ich Dir das süße Büchlein von Barry Eaton ( bei Animal Learn).
Was den Schnauzengriff angeht:
Nun ich kenne hunderte Menschen, die dasselbe vom Nackenschütteln behaupten.
Generell wirst Du mit jeder korrekt getimten Strafe, die beim ersten Mal, die der Hund das Verhalten zeigt, und die Strafaktion hart genug ist, Erfolg haben.
Aber es gilt leider nicht immer: wer heilt hat recht.

Die Risiken von Fehlverknüpfungen und Vertrauensproblemen sind einfach höher als bei anderen Methoden , wie zB dem Time Out. so gesehen sollte man immer nur Tipps geben, wenn man abschätzen kann, bei wievielen Prozent von Mensch-Hund Kombis das gehen KÖNNTE. Die Tipps sollten gut durchdacht sein, und vor allem sollte man eben unerwünschte Negativassoziationen vermeiden. Wer Interesse an sowas hat, sollte mal schauen, ob ihr bei Gelegenheit einen Vortrag von Rolf Franck über emotionales Lernen anhören könnt....

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