Seite 1 von 2
#1 Bellen an der Leine! von Britta 21.01.2010 00:08

avatar

Hallo zusammen,


seid ca. 7 Monaten habe ich mit Lucy (2 Jahre) das Problem das sie andere Hunde wie eine verrückte anbellt! Das aber nur wenn sie an der Leine ist und die Hunde noch nicht beschnuppert hat und wenn sie auf der anderen Straßenseite laufen. Bei Hunden die sie kennt ist es nicht ganz so schlimm. Nur ist es mir sehr unangenehm wenn ich mich jedes Mal für das Verhalten (was sie vorher nicht hatte) entschuldigen und erklären muss, das sie nur spielen will! Wenn sie nicht an der Leine ist und uns Hunde entgegen kommen macht sie das nicht und läuft normal hin und spielt!

Besonders schlimm war es im Dez. wir machten Urlaub in Dänemark, wir konnten sie an der Leine nicht mit in die Stadt nehnen. Nach 10 m musste ich sie wieder ins Auto bringen. Aber am Strand an den sie frei lief, war alles OK.

Warum macht sie das? Wie bekomme ich das wieder raus.

#2 RE: Bellen an der Leine! von Billee 28.01.2010 18:21

avatar

Lucy ist entweder verunsichert, oder macht sich stark , oder will dich beschützen.
Das rauszukriegen ist eigentlich nicht so arg schwer, aber mit Geduld verbunden. Sie merkt auch deine Anspannung wenn du in diese Situation kommst und schon drauf wartest das sie losbellt, also bellt sie erst recht.
Ich würde es folgendermaßen rauserziehen: Sobald dir ein Hund entgegenkommt, lenk sie ab. Du musst ihre Aufmerksamkeit vollkommen auf dich lenken. Mit Leckerchen oder Spielzeug. Vor allem ganz Ruhig bleiben und loben und ganz normal weitergehen.
Ich hatte auch mal einen Malinois der ähnliches Theater machte, dauerte ne Zeit ,aber mit der Methode hat es gut gerklappt. Irgenwann war dann Ruhe.

Viel Erfolg

Billee

#3 RE: Bellen an der Leine! von Britta 28.01.2010 18:38

avatar

Hi Billee,

danke für den Tipp, sobald ich wieder richtig Gesund bin werde ich es auch so angehen. Du hast schon Recht das sie meine Anspannung merken muss, ich bin dann immer unter Stress und warte auch darauf das es gleich wieder mit dem Gebelle los geht!

Ich muss lernen ruhiger zu werden! Das kommt mir bekannt vor, das sagt meine Freundin jeden Tag zu mir! Ich bin von Natur aus schon so eine Hibbelbirne!

#4 RE: Bellen an der Leine! von Billee 28.01.2010 18:43

avatar

Hallo Britta,

genau das merkt Lucy sofort. Du Hibbelbirne................lach

Du bist krank ? Gute Besserung !!

Billee

#5 RE: Bellen an der Leine! von Britta 29.01.2010 01:13

avatar

Zitat von Billee


Du bist krank ? Gute Besserung !!

Billee



Danke Billee, das wird schon wieder

#6 RE: Bellen an der Leine! von Britta 24.02.2010 00:01

avatar

Hallo zusammen,

ich bin ja sooooooooooo stolz auf meine Lucy, das mit dem Bellen an der Leine wird immer besser. Sie muckt zwar noch kurz auf, wenn ich aber " Schluß " sage ist sie auch still. Wenn sie die Hunde schon vorher fixiert, ich dann etwas an der Leine rucke und " Nein " sage lässt sie es auch sein! Ich kann sie super ablenken mit Leckerchen oder in dem ich anfange mit ihr zuspielen! Sieht zwar blöde aus wenn ich anfange mit ihr zuhüpfen aber das ist mir total egal! Ich bin soooooooooooooo stolz auf meine Super-Maus!!!

#7 RE: Bellen an der Leine! von Imkepongo 05.03.2010 08:18

avatar

Zitat von Britta
Hallo zusammen,

Sie muckt zwar noch kurz auf, wenn ich aber " Schluß " sage ist sie auch still. Wenn sie die Hunde schon vorher fixiert, ich dann etwas an der Leine rucke und " Nein " sage lässt sie es auch sein! Ich kann sie super ablenken mit Leckerchen oder in dem ich anfange mit ihr zuspielen! Sieht zwar blöde aus wenn ich anfange mit ihr zuhüpfen aber das ist mir total egal! Ich bin soooooooooooooo stolz auf meine Super-Maus!!!




Schön, dass das Verhalten besser wird, trotzdem möchte ich Dich versuchen, zu überreden, den Leinenruck zu lassen. Ich mache mal einen neuen Thread dazu auf, weil ich das immer ganz schön traurig finde, wenn er verwendet wird

Zu den Gedanken, warum Dein Hund das macht: also eines ganz sicher nicht, um sich stark zu machen, und eines auch ganz sicher nicht, um Dich zu beschützen

In 90% der Fälle sind Unsicherheit und damit entstehender Stress der Auslöser. In ca. 10% der Fälle ist es Frust, darüber, nicht das zu bekommen, was man möchte, nämlich das Begrüßen des anderen und Spiel.

In Fall 1 arbeitet man mit einer Klassichen Gegenkonditionierung und Desensibilisierung, in Fall 2 mit dem Aufbau von einer besseren Frustrationstoleranz und evtl. einem alternativen Verhalten.

Ich freu mich auf jeden Fall für Dich, dass es besser wird, weiter viel Erfolg!

#8 RE: Bellen an der Leine! von olli 05.03.2010 11:12

Zitat
In Fall 1 arbeitet man mit einer Klassichen Gegenkonditionierung und Desensibilisierung, in Fall 2 mit dem Aufbau von einer besseren Frustrationstoleranz und evtl. einem alternativen Verhalten.



Gibts das auch übersetzt für normale Menschen?

#9 RE: Bellen an der Leine! von Imkepongo 05.03.2010 11:28

avatar

klassische Gegenkonditionierung bedeutet das Schaffen eines neuen Gefühls.
Beispiel: dein Hund hat Angst vor dem Auto fahren, dann würdest Du zB wochenlang ihm mehrfach am Tag im Auto die allerbesten, leckersten Sachen geben, um seine Gefühlslage im Kontext "Auto" in eine positive zu ändern.
Desensibilisierung bedeutet, dass man nur sehr sehr kleine "Dosis" des Reizes präsentiert , im Fall unseres Autobeispiels würde das bedeuten:
anfangs zB gibt es die tollen Leckerchen 10m vor dem Auto, dann 9m, 8m, dann irgendwann im Auto, dann mit laufendem Motor, dann 3m fahren, dann immer mehr fahren etc.

Beides wird eigentlich kombiniert miteinander, eine reine Desensibilisierung wäre zB der Hund sieht das Auto nur. das ist in den meisten Fällen wenig effektiv, also kombiniert man beides.

Das erhöhen der Frustrationstoleranz bedeutet: Der Hund lernt, weniger Stress zu haben, wenn er etwas nicht bekommt, was er haben will. er lernt, "geduldiger" zu sein, er lernt, dass er aktiv dazu beitragen kann, mit ruhigem, oder anderem gewünschten verhalten, einen "Wohlfühlzustand" herzustellen, somit kann er besser mit solchen Situationen umgehen und es wird für alle angenehmer.

#10 RE: Bellen an der Leine! von charisma1997 05.03.2010 12:26

avatar

Zitat
Das erhöhen der Frustrationstoleranz bedeutet: Der Hund lernt, weniger Stress zu haben, wenn er etwas nicht bekommt, was er haben will. er lernt, "geduldiger" zu sein, er lernt, dass er aktiv dazu beitragen kann, mit ruhigem, oder anderem gewünschten verhalten, einen "Wohlfühlzustand" herzustellen, somit kann er besser mit solchen Situationen umgehen und es wird für alle angenehmer.




Das hört sich sehr interessant an.
Wie erreicht man das?

#11 RE: Bellen an der Leine! von olli 05.03.2010 13:16

Zitat von Imkepongo
klassische Gegenkonditionierung bedeutet das Schaffen eines neuen Gefühls.
Beispiel: dein Hund hat Angst vor dem Auto fahren, dann würdest Du zB wochenlang ihm mehrfach am Tag im Auto die allerbesten, leckersten Sachen geben, um seine Gefühlslage im Kontext "Auto" in eine positive zu ändern.
Desensibilisierung bedeutet, dass man nur sehr sehr kleine "Dosis" des Reizes präsentiert , im Fall unseres Autobeispiels würde das bedeuten:
anfangs zB gibt es die tollen Leckerchen 10m vor dem Auto, dann 9m, 8m, dann irgendwann im Auto, dann mit laufendem Motor, dann 3m fahren, dann immer mehr fahren etc.

Beides wird eigentlich kombiniert miteinander, eine reine Desensibilisierung wäre zB der Hund sieht das Auto nur. das ist in den meisten Fällen wenig effektiv, also kombiniert man beides.

Das erhöhen der Frustrationstoleranz bedeutet: Der Hund lernt, weniger Stress zu haben, wenn er etwas nicht bekommt, was er haben will. er lernt, "geduldiger" zu sein, er lernt, dass er aktiv dazu beitragen kann, mit ruhigem, oder anderem gewünschten verhalten, einen "Wohlfühlzustand" herzustellen, somit kann er besser mit solchen Situationen umgehen und es wird für alle angenehmer.




Danke!

ps. du bekommst gleich mal ne PN von mir

#12 RE: Bellen an der Leine! von Britta 05.03.2010 17:43

avatar

Zitat von Imkepongo


Schön, dass das Verhalten besser wird, trotzdem möchte ich Dich versuchen, zu überreden, den Leinenruck zu lassen.




Hi Imke,

überreden brauchst du mich da nicht, ich bin auch kein Freund vom Leinenruck. Wenn es ohne gehen würde wäre das natürlich für den Hund besser und auch für mich, dabei habe ich auch ein blödes Gefühl! Nur glaube ich auch, das man nicht immer ohne aus kommen kann! Es gibt Momente bei denen man schon aus Reflex dazu kommt das man ruckt! Ich glaube auch das es einfacher ist auf dem Platz zu arbeiten als auf der Straße. Das umsetzen ist oft das Problem, da man selber ja nicht genau weiß wie man das alles machen muss. Ich bin für jeden Tipp dankbar!

#13 RE: Bellen an der Leine! von norobell 05.03.2010 19:13

avatar

britta das ruck problem kannste einfach lösen mit geschirr wenn da mal nen ruck unbewusst von die kommt ist das nicht so wirld geht nur auf das brust bein also kanste da nnix verschieben .................................

leider passiert mir das öfter da stellt meine auf durch zug und rennt loss und ziht wie doof da kann ich hanstand mit nem pulli aus kotlets machen das der so wumpe da gibts dann wenns zu extrem wird auch nen ruck aber eben mit geschirr ok ich bleibe einfach ruck artig stehn^^ hast miene ja gesehn was das fürn brocken ist und mich auch wenn die los latscht habe ich dann wenn se wieder auf stur macht echt probleme

#14 RE: Bellen an der Leine! von Britta 05.03.2010 22:24

avatar

Hi norobell,

Lucy trägt immer beides, Halsband und Geschirr. Ich mache sie erst am Halsband fest wenn ich meine das ich sie nicht unter Kontrolle bekommen könnte! Sonst habe ich sie nur am Geschirr oder sie läuft frei (nur wenn es die Umgebung zulässt!)

#15 RE: Bellen an der Leine! von norobell 06.03.2010 08:03

avatar

habe auch meist beides mit aber auch nur weil sie mir öfter mal was durch schiss wie geschirr reisst oder so so habe ich wenigstens was um heile nahhause zu kommen .......................................

Xobor Forum Software von Xobor.de
Einfach ein Forum erstellen